Bild: Netzwerk Für Gleichbehandlung Freiburg
Bild: Netzwerk für Gleichbehandlung Freiburg

VORTRAGSREIHE 2018: Diskriminierung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland

Diskriminierung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland

VORTRAGSREIHE 2018

Laut dem Bericht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes
aus dem Jahr 2017 berichten 20% der Befragten auf Grund
des jungen Alters diskriminiert worden zu sein.
Das Kinder und Jugendliche nicht diskriminiert werden
dürfen, steht nicht nur im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz,
sondern auch in den Kinderrechtskonventionen der
Vereinten Nationen.
Trotzdem erfahren schon kleine Kinder Ausgrenzung,
Ablehnung und Benachteiligung. Dabei sind die Merkmale
ebenso vielfältig wie bei Erwachsenen.
In der Vortragsreihe vom Netzwerk für Gleichbehandlung
Freiburg in Kooperation mit der VHS Freiburg wird
deshalb explizit auf die Situation von Kindern und
Jugendlichen eingegangen.

Schirmherrin für die Veranstaltungsreihe ist
Frau Gerda Stuchlik, Bürgermeisterin.
Die Grußworte spricht Frau Gabi Wesselmann,
Leiterin Amt für Kinder, Jugend und Familie.

Programm:

Vortrag 1: Diskriminierung von Pflege- und Adoptivkindern

Pflege- und Adoptivkinder sind wie alle Kinder und sie sind
anders als andere. Alleine schon deshalb, weil sie nicht bei
ihren leiblichen Eltern aufwachsen können. Zusätzlich haben
Pflegekinder zu einem überwiegenden Anteil traumatische
Erfahrungen machen müssen. Die daraus resultierenden
Verhaltensweisen können zu Problemen im sozialen
Miteinander und in der Leistungsfähigkeit führen.
Sie bekommen aber auch vielfältige Hilfen, die ihre
Entwicklung unterstützen sollen. Was auf der einen Seite
hilft, erinnert andererseits immer an das Anderssein.
Im Spannungsfeld von Hilfe und Diskriminierung, von
Normalität und Anderssein bewegen wir uns, wenn wir uns
mit Pflege- und Adoptivkindern beschäftigen.

Referent*innen: Prof. Ursula Immenschuh
Termin: 10.10.2018, 16 – 18h / VHS Freiburg

 

Vortrag 2:  Erkennen und Benennen: Umgang mit Rassismuserfahrungen
von Kindern und Jugendlichen

Schwarze Menschen und People of Color
erleben von klein auf Rassismus. Das sind meist Alltagssituationen
in Kita und Schule, im Freundes- und
Familienkreis sowie in Vereinen und anderen Bereichen.
Die Kinder und Jugendlichen sind gezwungen Bewältigungsstrategien
zu entwickeln und sind dabei auch auf
ein rassismuskritisches Umfeld angewiesen.
In diesem Vortrag soll es darum gehen, wie Eltern/-teile
und Bezugspersonen einen stärkenden, reflektierten
Umgang mit den Rassismuserfahrungen schwarzer Kinder
und Jugendlicher entwickeln können.

Referent*innen: Kidayo Freiburg
Termin: 24.10.2018, 16 – 18h / VHS Freiburg

 

Vortrag 3: Diskriminierung von Kinder und Jugendlichen
aufgrund von (zugeschriebener) sexueller oder geschlechtlicher Vielfalt

Schon in der Grundschule werden Begriffe wie „schwul“,
„du Mädchen“ oder „du Opfer“ als beleidigende und
herabsetzende Schimpfwörter benutzt.
Auf Grund dieser oder anderer negativen Zuschreibungen
trauen sich die allerwenigsten bereits im jungen Alter
sich als z.B. homosexuell oder transgeschlechtlich zu
outen. Welche Folgen das für die betroffenen Kindern
und Jugendlichen hat und wie wir sie unterstützen
können, wird Inhalt des Vortrages von Fluss e.V. sein.

Referent*innen: Fluss e.V.
Termin: 07.11.2018, 16 – 18h / VHS Freiburg

 

Vortrag 4: Diskriminierung und Benachteiligung von
Kindern und Jugendlichen mit Handicap

Kinder und Jugendliche mit einer angeborenen
oder erworbenen Behinderung werden
in Deutschland noch immer als besonders
behandelt. Dieser nicht selbstverständliche
Umgang mit dem Handicap führt noch
immer zu strukturellen Ausgrenzungen,
Stigmatisierungen und Vorurteilen.
Das Thema ist heute noch immer ein Tabu
und wird von viel Unwissen begleitet.

Referent*innen: ABC Freiburg
Termin: 21.11.2018, 16 – 18h / VHS Freiburg

 

Vortag 5: Auswirkungen von Diskriminierungserfahrungen
auf Bildungsbiographien junger Menschen

Bericht aus dem aktuellen Forschungsprojekt der Pädagogischen
Hochschule Freiburg, Institut für Soziologie,
Prof. Albert Scherr über Diskriminierung und Benachteiligung
junger Menschen, die eine dunkle Hautfarbe haben,
die nach Deutschland geflüchtet sind, einen arabischen
oder türkischen Migrationshintergrund aufweisen,
kopftuchtragende Muslima oder Sinti und Roma sind
und sich im Übergang Schule/Beruf befinden.

Referent*innen: Prof. Albert Scherr, Helen Breit
Termin: 05.12.2018, 16 – 18h / VHS Freiburg

 

Alle Vorträge finden in der Volkshochschule Freiburg, Rotteckring 12, statt.

Anmeldung und Infos:
pro familia Freiburg
Gerhard Tschöpe/Anna Stamm
Basler Str. 61
D-79100 Freiburg
Tel.: 0761-296 2586
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Für die Teilnahme entstehen keine Kosten.

Programm als PDF: Programmflyer

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