Bild: Tumisu, Pixabay.com
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Aufruf: #SoGehtSolidarisch | 14. Juni 2020

SoGehtSolidarisch
14-15 Uhr in Freiburg, Berlin, Leipzig, Erfurt, Chemnitz … & im Netz

Treffpunkt ist um 14 Uhr der Platz der alten Synagoge, bevor wir unsere Menschenkette
dann von der Werthmannstraße bis zum Fahnenbergplatz knüpfen werden

 

#unteilbar durch die Krise

Die Pandemie trifft uns alle, doch bei Weitem nicht alle gleich. Was vorher ungerecht war, wird in der Krise
noch ungerechter: Weltweit sind immer mehr Menschen in ihrer Existenz bedroht und haben keinen
Zugang zur Gesundheitsversorgung. Die Milliarden aus den ersten Konjunkturprogrammen kommen vor
allem Unternehmen zugute. Jetzt muss dringend in den Klimaschutz, ins Gesundheitssystem und den
Kultur- und Bildungsbereich investiert werden.

Gleichzeitig werden Rassismus, Antisemitismus und Verschwörungserzählungen gesellschaftsfähiger und
bedrohen unser Zusammenleben. Dem stellen wir uns entschieden entgegen.
So darf es nicht weitergehen!

Viele von uns drohen zurückzubleiben: Menschen ohne sichere Arbeit, die ihre Miete nicht mehr zahlen
können oder kein Zuhause haben; geflüchtete Menschen, die in Gemeinschaftsunterkünften leben
müssen oder an den europäischen Außengrenzen entrechtet werden; Menschen, die von Rassismus,
Antisemitismus und Diskriminierung betroffen sind oder gar Opfer rechter, rassistischer und
antisemitischer Gewalt werden; Angehörige von Risikogruppen, Betroffene von häuslicher Gewalt und
Schulkinder, die abgehängt werden.

Dabei sind es vor allem Frauen, die in der Pflege, im Einzelhandel und bei der Kinderbetreuung die
Umsetzung der Schutzmaßnahmen erst möglich machen.

Für eine solidarische Gesellschaft
Jetzt wird entschieden, wer die Kosten der globalen Krise trägt, wer danach stärker wird und wer
schwächer. Jetzt wird entschieden, ob wir es schaffen, uns gemeinsam auf den Weg in eine
antirassistische, soziale und klimagerechte Gesellschaft zu machen – für ein besseres Leben für alle. Auch
in der Krise zeigen wir, dass es solidarisch geht – wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen.

Wir fordern:

  • Bessere Arbeitsbedingungen und gute Löhne für alle. Gleiche Rechte und Schutzbedingungen für
    migrantische Arbeiter*innen
  • Geschlechtergerechte Verteilung von Sorgearbeit
  • Kostenlose Gesundheitsversorgung für alle und Rücknahme der Privatisierungen
  • Sicherer und guter Wohnraum für alle: Unabhängig von Geldbeutel und Aufenthaltsstatus
  • Demokratisierung der Wirtschaft und mehr Mitbestimmung in den Betrieben
  • Eine Steuerpolitik, bei der die wirtschaftlich Starken und Vermögenden die Kosten der Krise
    tragen
  • Sozial und ökologisch gerechte Konjunkturprogramme
  • Schuldenerlasse und Unterstützung der von der Krise besonders hart getroffenen Länder
  • Für das Recht auf Schutz und Asyl – Auflösung menschenrechtswidriger Unterbringungen –
    Aufnahme der Geflüchteten aus den griechischen Lagern jetzt – Solidarität kennt keine Grenzen!
  • Menschenrechte müssen weltweit der Maßstab für die Bewältigung der Krise sein
  • Einen gesellschaftlichen Pakt gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsterrorismus

#SoGehtSolidarisch
Am Sonntag, den 14. Juni 2020, um 14 Uhr werden wir verantwortungsbewusst und mit Abstand
demonstrieren. Auf der Straße und im Netz zeigen wir: #SoGehtSolidarisch!

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