Bild: Geralt | Pixabay.com
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Qualifizierungsprogramm für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe zu Internationaler Jugendarbeit

„Learning by doing“ – Qualifizierungsprogramm für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe zu Internationaler Jugendarbeit

Jugendarbeit geht auch international? Ja!
Workcamps, Jugendbegegnungen, Freiwilligendienste oder Fachkräfteaustausche können einen wichtigen Beitrag zu Toleranz, Weltoffenheit, Persönlichkeitsentwicklung und Demokratie leisten, aber auch neue Impulse für Ihre Arbeit ermöglichen. Wir nehmen Sie mit ins Ausland und zeigen Ihnen, wie es geht.

Ziele des Qualifizierungsprogramms
Sie planen, organisieren und führen ein eigenes Angebot der Internationalen Jugendarbeit durch. Das dafür notwendige Wissen und Handwerkszeug erhalten Sie von uns im Rahmen
eines Schulungsprogramms in Griechenland sowie durch kontinuierliche Beratung. Als Multiplikator*in sind Sie in der Lage, Andere für Internationale Jugendarbeit zu begeistern
und das Gelernte weiterzugeben.

Was ist Internationale Jugendarbeit und warum ist sie wichtig?
Internationale Jugendarbeit zählt gemäß §11 SGB VIII zu den Schwerpunkten der Jugendarbeit.
Die Internationale Jugendarbeit bietet unterschiedliche Möglichkeiten, sich freiwillig über Ländergrenzen hinweg zu engagieren. Es wird unterschieden zwischen pädagogisch
begleiteten Kurz- und Langzeitformaten, Gruppen- und Individualprogrammen sowie Angeboten unter Beteiligung von zwei, drei oder mehreren Ländern. Die Methoden Internationaler Jugendarbeit sind ebenso vielfältig: Theater, Sport, Musik, Tanz, Videos und Fotografie unterstützen beispielsweise die Bearbeitung unterschiedlicher Themen.

Inhalte des Qualifizierungsprogramms
In einer Gruppe von maximal 20 Teilnehmenden durchlaufen Sie ein Programm, das drei Veranstaltungen in Deutschland und ein fünftägiges Seminar in Griechenland über einen Zeitraum von Anfang 2020 bis Ende 2021 umfasst. Durch die Lernerfahrung und den Austausch mit Kolleg*innen im Ausland sollen Sie motiviert und befähigt werden, zukünftig eigenständig internationale Maßnahmen für Jugendliche und/oder Fachkräfte zu planen und durchzuführen1. Neben der Teilnahme an den vier Veranstaltungsmodulen entwickeln Sie mit unserer Unterstützung eine eigene Maßnahme Internationaler Jugendarbeit Ihrer Wahl für junge Menschen oder Fachkräfte und führen diese bis zum Projektende Ende 2021 durch. Die von Ihnen
durchgeführte internationale Maßnahme unterstützen wir mit einer Pauschale von bis zu 1.000 € pro Standort.

Zielgruppe
Haupt- und ehrenamtliche Fachkräfte öffentlicher und freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe in Gemeinden, Städten und Landkreisen, die eigene Angebote der Internationalen Jugendarbeit durchführen möchten. Sie sollten über keine oder wenig Erfahrung in der Internationalen Jugendarbeit verfügen. In Einzelfällen steht die Teilnahme auch Expert*innen aus benachbarten Arbeitsgebieten offen.

Kosten
Das Programm wird aus Mitteln der Robert Bosch Stiftung gefördert. Es fallen keine Teilnahmegebühren oder Kosten für Anreise, Übernachtung und Verpflegung an.

Teilnahmebedingungen

  • Die entsendende Organisation stellt die kontinuierliche Teilnahme durch eine/n Mitarbeiter/in sicher. Wünschenswert ist die kontinuierliche Teilnahme derselben Person.
  • Sie nehmen verbindlich an der Auftaktveranstaltung, dem Seminar in Griechenland, dem Reflexions- und Follow-up-Treffen und der Abschlussveranstaltung teil.
  • Ihre Organisation ist mit Ihrer Teilnahme an dem zweijährigen Programm einverstanden. Sie haben organisationsinterne Unterstützung für die Verfolgung des Programmziels und verfügen
    über entsprechende Ressourcen.
  • Sie haben den Wunsch, eigenständig eine internationale Maßnahme für junge Menschen und/oder Fachkräfte der Kinder und Jugendhilfe zu planen und zu organisieren. Die Maßnahme
    sollte bis Ende 2021 stattgefunden bzw. begonnen haben.
  • Sie bringen die Bereitschaft mit, sich aktiv in die Veranstaltungen einzubringen und mit den anderen Teilnehmenden auszutauschen.
  • Sie sind gesundheitlich in der Lage, an den Veranstaltungen im In- und Ausland teilzunehmen.
  • Fremdsprachenkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Veranstaltungen in Griechenland sind deutschsprachig bzw. werden
    gedolmetscht. Für den Austausch in Griechenland sind Englischkenntnisse hilfreich, aber keine Voraussetzung für die Teilnahme
    am Programm.
  • Vorkenntnisse in Internationaler Jugendarbeit oder zum Partnerland sind nicht erforderlich.

Auswahlverfahren
Bewerbungsfrist ist der 17.01.2020. Die Auswahl erfolgt auf Grundlage der im Bewerbungsformular getätigten Angaben anhand der unten genannten Auswahlkriterien. Zu- oder Absagen
werden bis spätestens 24.01.2020 versendet.

Auswahlkriterien

  • Sie bringen die zeitlichen Ressourcen und die Bereitschaft mit, an allen Veranstaltungen teilzunehmen und während der Planungs-/
    Projektphase Ihr eigenes Angebot eigeninitiativ zu planen und durchzuführen.
  • Die Teilnahme von zwei Personen derselben Kommune ist besonders erwünscht, um Synergieeffekte zu nutzen und die nachhaltige Bearbeitung des Themas Internationale Jugendarbeit
    für den Standort sicherzustellen. Insbesondere wünschenswert ist die Kombination von Mitarbeitenden eines öffentlichen und eines freien Trägers derselben Gemeinde/Stadt bzw. desselben
    Landkreises.
  • Ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis ist gewünscht. Eine ausgewogene regionale Verteilung der Teilnehmenden in Deutschland ist gewünscht.
  • Personen, die selbst oder deren Gemeinde, Stadt oder Landkreis über keine oder wenig Erfahrungen mit Internationaler Jugendarbeit verfügen, werden bevorzugt.

Weitere Infos findet Sie im Flyer: „Learning by doing“ – Qualifizierungsprogramm

Bei Fragen nehmen Sie gerne Kontakt auf:
Andrea Bruns: 0228 9506-102,
Referentin für internationale jugendpolitische Zusammenarbeit MBA in CSR & NGO Management, Diplom-Sozialpädagogin, Systemische Beraterin und Therapeutin

Elena Neu: 0228 9506-105,
Referentin für internationale jugendpolitische Zusammenarbeit M. A. Internationale Beziehungen, B. A. Internationale Wirtschaft und Entwicklung

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