Bild: PIRO4D | Pixabay.com
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Corona-Virus: Hinweise und Tipps für Jugendverbände

Liebe Jugendverbände und-vereine,

Deutschland befindet sich im Ausnahmezustand. Die Schulen und Kitas sind geschlossen, direkte soziale Kontakte sollen weitestgehend vermieden werden, Geschäfte und Freizeit-Einrichtungen bleiben vorerst geschlossen. Die aktuellen Vorschriften schränken das öffentliche Leben stark ein, mit dem Ziel die Verbreitung des Corona-Virus (SARS-CoV-2) zu verlangsamen. Die sich ständig ändernde Lage um das Corona-Virus verlangt nach immer neuen Maßnahmen und damit auch Entscheidungen.

Wir zeigen uns solidarisch und achtsam!

Ihr habt in den Vereinen ebenso wie wir im Stadtjugendring eine gesellschaftliche Verantwortung. Ihr habt aber auch besondere Kompetenzen. Wir möchten euch mit dieser Mail auf die aktuelle Situation und rechtlichen Bestimmungen hinweisen. Gleichzeitig ist es uns wichtig, euch eure Stärke ins Bewusstsein zu rufen.

Was heißt das jetzt konkret?

  • durch die Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2 (Corona) vom 16.03.2020 (siehe Anlage), wird die Vereinsarbeit weitestgehend untersagt. D.h. alle Angebote müssen abgesagt und ausgesetzt werden.
  • Wir arbeiten derzeit daran Lösungen zu finden, wie angefallene Stornogebühren aufgefangen werden können. Leider können wir euch hierzu noch keine gesicherten Informationen geben. Bitte sammelt vorerst eure Kosten und Rechnungen, damit ihr diese ggf. zu einem späteren Zeitpunkt einreichen könnt.
  • Auch der Stadtjugendring wird bis zum 20.04.2020 keine Aktivitäten veranstalten. Die Geschäftsstelle ist für euch telefonisch und per Mail erreichbar.

Was könnt ihr jetzt tun?

  • Sagt alle Veranstaltungen, Treffen und Buchungen bis vorerst dem 20. April 2020 definitiv ab. Die Verordnung ist nicht ganz eindeutig, was diesen Zeitpunkt betrifft. Denkbar ist durchaus, dass alle Angebote bis zum 15.06.2020 abgesagt werden müssen. Wir empfehlen euch an dieser Stelle jedoch die weitere Entwicklung im Blick zu behalten. Natürlich informieren wir euch über weitere Regelungen. Weist bei der Absage auf die rechtliche Verordnung hin. Wir haben euch auch noch eine Seite zum Umgang mit Mitgliedern und Eltern angefügt.
  • Bietet Unterstützung an. Sei es beim Finden von Möglichkeiten zum Zeitvertreib, um einen Lagerkoller zu vermeiden oder ganz konkret bei Besorgungen für ältere Mitmenschen. Überlegt euch was ihr in dieser Situation zu Schutz der Gesellschaft beitragen könnt. Ein Beispiel wurde uns bereits geschickt. Es gibt einen Aufruf für euch alle, den wir auch schon über Facebook geteilt haben:

Liebe engagierte Menschen der Kinder- und Jugendarbeit,
die Lage aktuell ist super schwierig – aber anstelle in Panik oder in eine Schockstarre zu verfallen, kannst du dich mit deinen Stärken einbringen!  
Ich suche aktuell (gesunde) Menschen, die keiner Risikogruppe angehören und die bereit dazu sind, sich bei der Betreuung der Kinder von Uniklinikpersonal zu engagieren. Es gibt sowohl die Möglichkeit als “private/r Babysitter/in” vermittelt zu werden, als auch dazu, sich in einer Notfallbetreuung der Uniklinik für diejenigen Kinder, deren Eltern in direkten Patientenkontakt sind anstellen zu lassen.
Falls das für dich infrage kommt, melde dich (gerne schnell) unter:  (Auch Nicht-Studis sind natürlich willkommen!)
Anni

  • Denkt aber auch an die Zeit nach Corona und versucht eure Arbeit so gut es geht auch ohne direkte Treffen fortzuführen. Findet neue Wege und nutzt eure kreative Kompetenz. Derzeit ist völlig unklar, wie lange diese Ausnahme-Situation bestehen bleibt.
  • Überlegt euch alternative Angebote für eure Mitglieder. Denkbar wären z.B. digitale Treffen, Newsletter/Mails mit Aktivitätsvorschlägen, die man auch alleine machen kann oder auch Challenges auf Instagram. Werdet kreativ, ihr seid die Profis in diesem Bereich und ihr habt bereits viele digitale Kompetenzen, die der Erwachsenenwelt manchmal noch fehlen. Daher seid ihr bestens dafür geeignet Unterstützung in dieser schweren Zeit anzubieten.
  • Schickt uns eure Best Practice Beispiele, damit andere Vereine auch davon profitieren, was ihr euch überlegt. Was macht ihr in der Quarantäne-Zeit, welche Wege sind für Kommunikation gut geeignet, wie läuft eure Arbeit? Haltet den Stadtjugendring bitte auf dem Laufenden. Wir werden euch über Homepage, Facebook und Newsletter auch mit Informationen versorgen.

Wir fordern euch alle hiermit auf seid solidarisch und achtsam. Vermeidet direkte soziale Kontakte und Menschenansammlungen. Verzögert die Ansteckung, um Risikogruppen zu schützen und die Verbreitung zu verlangsamen. Unterstützt die Menschen, die gerade am meisten Unterstützung benötigen. Denkt dabei auch an Menschen die in kritischen Berufen arbeiten und vielleicht eine Betreuung ihrer Kinder benötigen, oder Einkäufe nicht nach Feierabend erledigen können.

In diesem Sinne wünschen wir euch alles Gute und hoffen ihr bleibt alle gesund.

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